Achtung: Ansteckungsgefahr

 

 

Achtung: Ansteckungsgefahr!

(Der Kurklinikreport)

 

Hier meldet sich Euer Starjournalist joeniel zum 2. Mal aus seiner Kurklinik.

Seit wenigen Tagen ist hier der Teufel los; denn hier verschwinden immer mehr Menschen auf scheinbar unerklärliche Weise…

Wo sind die anderen Patienten? Und wo sind meine Kollegen, mit denen ich jeden Tag Bodenturnen mache?

Lange wird es nicht mehr dauern und ich sitze alleine am Mittagstisch und mache meine Beckenübungen mit meiner gut aussehenden Sporttherapeutin in Einzelstunden.

 

Der Magen-Darm-Virus hat nämlich meine Kurklinik heimgesucht.

Egal, wo man hinschaut. Überall Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Seid alle froh, dass ihr dieses Elend nicht mit anschauen müsst. Schrecklich, ganz schreckliche Bilder haben sich bereits in meinem Gehirn fest verankert. Jetzt weiß ich auch, was die ebenfalls sehr attraktiv aussehende Kurärztin mit den Worten

 

„Sie werden hier bestimmt einiges mitnehmen können!“

 

meinte.

Wenn ich nur an die verschiedenen Übertragungswege denke, wie man sich solch einen Virus einfangen kann. Igitt.

Da gibt es nämlich unter anderem die „Fäkal-orale Infektion“. Dabei werden die krankheitserregenden Keime als kleinste Spuren von Stuhlresten oder Erbrochenem an Lebensmitteln, Getränken oder den Händen weitergetragen. Von hier aus gelangen die Erreger in den Mund und von dort aus weiter in den menschlichen Verdauungstrakt.

Ne ganz schlimme Vorstellung. Da hat sich das mit dem Kurschatten wohl erledigt. Nix mehr mit „knutschi knutschi“.

Natürlich kann man sich diese Keime auch über Nahrungsmittel und Getränke einfangen. Da hab ich aber keine Angst; denn schon meine Oma sagte:

 

„Trink mal 2 Gläschen hochprozentigen Schnaps mein Junge, dann geht es Dir gleich besser!“

 

Hat auch bis jetzt immer geklappt oder wie der gemeine Kölner sagen würde:

 

Et hätt noch emmer joot jejange.“

 

Da hat das Rheinische Grundgesetz ( Et rheinisch Jrundjesetz) so einige kluge Weisheiten auf Lager…

 

Selbstverständlich können auch verschiedene Gegenstände wie z.B. Türgriffe kontaminiert sein.  Zudem können diese bösen Noroviren  aber auch über eine Tröpfcheninfektion weiter gereicht werden. Dabei gelangen winzige virushaltige Tröpfchen während des Erbrechens in die Umgebung und werden im Anschluss von einem Gesunden eingeatmet. Bah…voll ekelhaft.

Auf die Ansteckung über den Kontakt mit Tieren will ich hier lieber nichts schreiben, sonst wäre dieser Artikel der FSK unterliegen und erst ab 21 lesbar.

Die Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen, Mundschutz tragen und kein „knutschi knutschi“ kennen wir ja alle, aber hier in der Kurklinik kommste, wenn es dich dann erwischt hat, für 48 Stunden erst einmal in Quarantäne.

Iss so. Da machste nix und helfen wird dir, wie hier viele jüngere Patienten zwar behauptet, auch ein  Antivirenprogramm vom mitgebrachten Smartphone nicht.

 

Tja…viele Mitstreiter sind hier bereits von den anderen isoliert worden. Ist natürlich sehr schlecht für den unerlaubten untereinander stattfindenden Alkohol- und Zigarettenhandel von Tür zu Tür.

Die betreffenden Zimmer mit einem infizierten Patienten sind nämlich mit einem schwarzen X auf gelben Grund gekennzeichnet und vor der Tür steht eine in Schutzkleidung gehüllte und äußerst wachsame Krankenschwester.

Der einzige Vorteil besteht darin, dass diese Krankenschwestern täglich gegen 23:00 Uhr abgelöst werden und ihre Schutzkleidung dann ablegen müssen.

Wenn man da durchs Schlüsselloch seines gegenüberliegenden Zimmers schaut, wir einem da so richtig was geboten…

 

Macht euch aber keine Sorgen um mich. Mein Alkoholvorrat ist groß genug. Damit habe ich alle guten Viren bis auf die Zähne bewaffnet.

Wenn Gott will, könnt ihr also auch nächste Woche wieder eine Glosse von mir lesen.

 

Bis dann also; denn

„Et hätt noch schlimmer kumme künne.“

Euer joeniel

 

 

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Dieser Artikel stammt von:

Joeniel
Joeniel

Hallo zusammen. Auch mit über 50 unterstütze ich Veithi bei seinem tollen Hattrick-Projekt HMC als Redakteur unter dem Pseudonym joeniel. Einmal im Monat könnt ihr hier bei HMC die Glosse lesen, in der alle wichtigen Themen schonungslos auf den Tisch kommen. Ich bin glücklich liiert und freue mich meines Lebens. Wohnhaft bin ich im schönen Ruhrgebiet und habe außer der Glosse keine weiteren Hobbys…Ich bin ja auch fast schon im Ruhestand!

Viele Grüße von Eurem joeniel

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