Ein Jahrhundertleben I

 

 

„Ein Jahrhundertleben“ (Teil 1)

 

100

 

Bald ist es soweit und Euer Glossenschreiber macht das halbe Jahrhundert voll. Nicht mehr lange und ich feier meinen 50. Geburtstag. Da meine mir zukünftig per Vertrag und Gesetz Anvertraute 3 Monate später ebenfalls 50 wird, machen wir zusammen eine zünftige Jahrhundertsause…

Zusammen mit einer Hochzeit findet im Sommer 2017 also unsere eigene Ja(hrhundert)feier statt. Ich bin gespannt, ob sich da dann auch mein Chef Veithi einfindet und seinem Chefredakteur die Ehre erweist. Schließlich bezahlt er mir ja auch kaum Gehalt. Das könnte er dann übrigens mit ein paar lilanen Euroscheinen als Geschenk wieder gutmachen…

 

Natürlich macht man sich über diese beiden so bedeutsamen Zahlen 50 und 100 so seine Gedanken.

Der 50. Geburtstag bedeutet ja zunächst einmal, dass mein Leben sich so langsam dem Ende neigt. So lange ist es also nicht mehr; denn meine durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 74,21 Jahren. Ich habe demnach noch ca. 25 Jahre zu leben. Zwei Drittel habe ich bereits geschafft…

Tja. Sowas kann man sich ausrechnen lassen. Ein paar Angaben z.B.  zum Alkohol- und Nikotinkonsum und schon bekommt man gesagt, wie viele Tage man noch auf der Erde als lebender Mensch verbringen darf.

Was bedeutet aber die Zahl 50 und der 50. Geburtstag eigentlich noch?

Volkskundler sind natürlich der Meinung, dass die 50 mit den mythologieschwangeren Zahlen wie der 7 und der 12 nicht mithalten kann.  Trotzdem spielt die 50 in der griechischen Mythologie eine bedeutsame Rolle; denn gleich eine ganze Reihe von Gottheiten der alten Griechen  sollen 50 Kinder gehabt haben. Von den Ur-Riesen Hekantocheires und Centimanes heißt es, sie hätten 50 Köpfe gehabt.

Man sollte natürlich auch wissen, dass die 50 ja eigentlich aus 2 Zahlen besteht, wobei die 5 alleine schon eine enorme Bedeutung hat. Die 5 hat nämlich Hand und Fuß; denn in der Regel haben wir 5 Zehen und 5 Finger.

Zudem hat der Mensch 5 Sinne (sehen, hören, fühlen, riechen und schmecken). Wer seine 5 Sinne nicht alle beisammen hat, der hat sie halt nicht alle und gilt als unnormal.

Immer wieder taucht irgendwo die 5 auf. Es gibt u.a. 5 olympische Ringe, den Fünfkampf, die 5 Bücher Mose und natürlich die 5 klugen und 5 törichten Jungfrauen.

Die 0 dagegen in der Einzelbetrachtung sagt nichts aus. Sie ist null und nichtig. Sie hat aber ein Doppelgesicht; denn auf der anderen Seite verzehnfacht die 0 hinter einer beliebigen Zahl deren Wert.

Ich freue mich jedenfalls schon auf meine 50. Die Zahlensymbolik sagt nämlich, dass die 50 Gelassenheit, Freude und Zufriedenheit symbolisiert.  Mir und meiner zukünfig Anvertrauten kann also nichts passieren.

Zusammen kommen wir ja zudem auf die 100. Und die 100 verdoppelt natürlich die sagenhafte 50.

Die 100 steht übrigens für ein komplettes Jahrhundert! Das Jahrhundert wird auch als Zentennium oder fast schon als Epoche bezeichnet. Manchmal wird das Jahrhundert auch liebevoll „Hunnaaad“ genannt.

Die Zahl 100 liegt übrigens genau zwischen 99 und 101. Das macht sie natürlich einzigartig. Eine andere Zahl ist dort nämlich nicht zu finden.

Die 100 hat in unserer heutigen Gesellschaft zudem eine enorme Bedeutung:

Der „Hunni“ ist der drittgrößte und viertkleinste Geldschein in der Eurozone.

Bei Demos lässt die Polizei immer ihre Hundertschaften los, obwohl die gar nicht aus 100 Polizisten bestehen.

Und Wasser verdampft zum Beispiel bei genau  100 Grad Celsius.

Wollen wir mal hoffen, dass das Leben meiner mir zukünftig Anvertrauten und meines nicht auch einfach so verdampft, wenn wir zusammen erst die 100 Jahre erreicht haben; denn schließlich besagt ein russisches Sprichwort ja nicht umsonst:

„Lebe ein Jahrhundert, lerne ein Jahrhundert.“

 

Was aber danach kommt, sagt niemand.

Ja gut, irgendwann kommt die „Zack-bumm-weg-Nummer“.

Dann haste deinen Löffel an die nächste Generation weiter gegeben. Da wird dann zwar auch noch einmal so richtig gefeiert, aber man selbst schaut nur noch aus dem Sarg zu und kann nicht mehr so richtig mitmachen.

Obwohl so eine Beerdigungsfeier ja auch ziemlich lustig sein kann und meiner Meinung nach auch sein sollte.

Wenn man natürlich einmal ohne Grund Lust auf eine solche Feier haben sollte, muss man natürlich erst jemanden finden, der bereit ist, zu sterben oder besser gesagt, den Löffel abzugeben.

Hat man den Löffel aber erst weitergereicht, wird man nach seinem Ableben und der o.g. Feier ziemlich schnell entsorgt.

Meist wird man einfach in die Erde gesteckt und dort allein gelassen. Dann ist man wohl nur noch die beiden Nullen. Man ist halt null und nichtig. Die 1 davor fällt dann nämlich einfach weg…

 

…Fortsetzung folgt.

 

Viele fast alterschwache Grüße von Eurem

joeniel 😉

 

 

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Dieser Artikel stammt von:

Joeniel
Joeniel

Hallo zusammen. Auch mit über 50 unterstütze ich Veithi bei seinem tollen Hattrick-Projekt HMC als Redakteur unter dem Pseudonym joeniel. Einmal im Monat könnt ihr hier bei HMC die Glosse lesen, in der alle wichtigen Themen schonungslos auf den Tisch kommen. Ich bin glücklich liiert und freue mich meines Lebens. Wohnhaft bin ich im schönen Ruhrgebiet und habe außer der Glosse keine weiteren Hobbys…Ich bin ja auch fast schon im Ruhestand!

Viele Grüße von Eurem joeniel

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