„Ein Jahrhundertleben“ ll

„Ein Jahrhundertleben“ (Teil 2)

 

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Die Gäste bei meiner irgendwann bevorstehenden Beerdigungsfeier und unserer im nächsten Jahr stattfindenden Ja(hrhundert)feier werden wohl dieselben sein, falls nicht andere Beerdigungsfeiern dazwischen kommen.

Die größte Anzahl der Feierbiester besteht würde natürlich aus der buckeligen Verwandschaft bestehen.

Die unterscheidet man wiederum zwischen „Nahe Verwandschaft“ und „Ferne Verwandschaft“.

Das hat aber nichts wie viele Menschen glauben etwas mit dem Verwandschaftsgrad, sondern lediglich mit der Entfernung wie weit weg die Angehörigen wohnen, zu tun.

Da fällt mir ein, dass ich vor der Feier noch einen Stammbaum basteln muss, damit ich die Unterschiede der verschiedenen Verwandschaftsarten herausarbeiten kann; denn sonst findet da ja niemand durch.

Da gibt es nämlich u.a. die Schwippschwägerschaft, die halbe Schwägerschaft, die doppelte Anhängerschaft, die entfernte Tanten- und Onkelschaft, die ungeklärte Mutterschaft und die Patenschaft, um nur einige dieser verwandschaftlichen Verhältnisse zu nennen.

Das alles muss nämlich vorher geklärt werden, damit man bei den Vorstellungsrunden oder der Verteilung der Sitzkarten bei der Feier keine Fehler macht.

Schließlich treffen dann zwei unterschiedliche Verwandschaften aufeinander…

Grundsätzlich soll es ja eine gelungene Ja(hrhundert)feier oder ein gelungenes Fest werden.

Fest ist übrigens das Gegenteil von weich und bedeutet  für eine Ansammlung von Menschen eine Gelegenheit sich einfach mal wieder volllaufen zu lassen.

Und nicht nur das: Wahrscheinlich fressen uns die Gäste auch noch die Haare vom Kopf; denn viele feiern ja nur aus einem Grund mit:

„Für lau, dann jau“

Es sei ihnen aber gegönnt; denn wir feiern ja wie gesagt nicht nur 2 x den 50. Geburtstag, sondern auch eine Hochzeit.

Im Allgemeinen bedeutet eine Hochzeit nicht wie das Wort einem glauben machen will, eine Hoch-Zeit, sondern eher:

„Gott verzeihe ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun.“

 

Egal; denn die Ehe bedeutet ja auch das Lebensende mit 3 Buchstaben. Also genau passend für zwei 50-jährige. Hat man die entsprechende Urkunde erst beim Standesamt unterschrieben, ist man per Gesetz verpflichtet, zusammen zu leben. Das freiwillige Beisammensein ist dann bis zum Ende des Jahrhunderts vorbei.

Ich schaue also einmal, was mir meine oder dann unsere Zukunft so bringt:

 

„Die Zukunft ist die Zeit, in der man alles bereut was man heute, also gestern, nicht oder doch getan hat.“

 

Soweit nicht mit einem vorherigen Ableben gerechnet werden muss, steht eines aber schon einmal fest:

Meine mir Anvertraute und ich werden uns nächstes Jahr im schicken Zwirn das berühmt und berüchtigte

„Ja, ich will“

entgegenschmettern und auf der anschließenden Ja(hrhundert)feier so richtig die Sau rauslassen!

Denn es ist unser gemeinsames Jahrhundert und wenn Gott will, macht jeder von uns noch sein ganz persönliches Jahrhundert voll. Das ist dann natürlich wieder ein Grund zu feiern…

Ob dann allerdings die im nächsten Jahr erwarteten Gäste noch unter uns weilen, ist abzuwarten. Mein Chef Veithi ist 2067 dann allerdings, genau wie 2017, dazu verpflichtet, zu erscheinen, um diesem Jahrhundertleben seine Ehre zu erweisen.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist es aber, darauf hinzuweisen, dass niemand die typischen Fehler in Bezug zur Hundert begeht; denn der der Hundertfüßer hat zum Beispiel gar keine 100 Beine und der Hundertjährige Krieg dauerte 116 Jahre.

Zudem sei auch auf das alte aber immer gültige koreanische Sprichwort hingewiesen:

„Vergiss nicht, dass auch ein hundertjähriges Leben nicht mehr als 36.500 Tage zählt!“

Dafür müssem jedem Leser aber die jeweiligen Unterschiede zwischen Jahr, Jahrhundert, Jahrtausend und Jahrzehnt bekannt sein.

Der Unterschied ist nämlich, dass ein Jahrhundert nicht 1, 10, 100, 1000 oder Pie mal Daumen gerechnet 3, 147634 Jahre ist, sondern 100.

„Mann muss halt lernen, mit der Zeit zu gehen“

 

 


 

 

In diesem Sinne, 100 Grüße von Eurem

joeniel  😉

 

 

 

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Dieser Artikel stammt von:

Joeniel
Joeniel

Hallo zusammen. Auch mit über 50 unterstütze ich Veithi bei seinem tollen Hattrick-Projekt HMC als Redakteur unter dem Pseudonym joeniel. Einmal im Monat könnt ihr hier bei HMC die Glosse lesen, in der alle wichtigen Themen schonungslos auf den Tisch kommen. Ich bin glücklich liiert und freue mich meines Lebens. Wohnhaft bin ich im schönen Ruhrgebiet und habe außer der Glosse keine weiteren Hobbys…Ich bin ja auch fast schon im Ruhestand!

Viele Grüße von Eurem joeniel

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