Manager-Heli

 

 

„Manager Heli“

(Hubschrappschrappmanni)

 

Was für ein Stress bei Hattrick. Überall nur noch Turnier- und Duellspiele. Und das alles neben den täglichen anderen Aufgaben im schweren Leben eines HT-Managers.

Da sind die ganzen Föderationen und deren Foren, in denen man vertreten sein muss, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Ich muss mich um meine Spezialisten, um meine Finanzen, um mein Stadion, meinen Jugendkader  und natürlich auch um meine Fans kümmern.

Von den Spieler ganz zu schweigen. Presseerklärungen wollen geschrieben und kommentiert werden…und…und…und.

 

Dazu kommt ja auch noch der ganz normale Hattrickalltag mit der Vorbereitung auf das nächste wichtige Ligaspiel inklusive Gegneranalyse und der entsprechenden Mannschaftsaufstellung.

Dabei habe ich jetzt noch nicht einmal die Manager erwähnt, die das alles zweimal machen müssen, da sie ja insgesamt 4 (!) Teams haben, die gemanagt werden wollen.

Die erste und zweite Mannschaft plus die jeweiligen Jugendteams. Wie schafft man das?

 

Ich kann mir nicht vorstellen, noch ein 2. Team zu betreuen. Ich fühle mich ja jetzt schon wie ein Helikopter- oder Hubschrauber-Manager  (auch "Hubschrappschrappmanni" genannt).

Dabei warnt doch auch schon der Erziehungswissenschaftler Andrä Wolter vor zu viel Einmischung in das Eigenleben eines erwachsenen Vereins durch einen überfürsorglichen Manager. Dessen Fürsorge ist dabei geprägt von zum Teil paranoider Überbehütung und exzessiver Einmischung.

Ich muss ihm Recht geben; denn immer halte ich mich immer in der Nähe meines Clubs auf, um ihn zu überwachen und zu behüten.

Da das Training umgestellt, dort mal schnell einen überteuerten Spieler gekauft und noch 27.000 Sitzplätze gebaut. Aber schließlich bin ich ja auch der Erzeuger dieses Vereins, oder nicht?

 

Diese sogenannten „Helicopter Manager“ verlängern so die Abhängigkeitsphase und verhindern damit die Selbstständigkeit ihres Vereins fei nach der alten Lebensweisheit

„Einfach mal laufen lassen“.

 

Der Psychoanalytiker und Verhaltenstherapeut Jost Ackermann befürchtet sogar Depressionen und den Griff zu Drogen meiner Spieler aufgrund des dadurch zustande kommenden Ablösungskonfliktes.

Vielleicht sollte ich einfach mal wieder mehr Manager sein; denn wie wir alle wissen, sind Manager männliche Prostituierte, die lieber andere arbeiten lassen. Schließlich ist der Manager eine studierte Führungskraft. Irgendwann hatte ich doch mal mein Managerlizenz bei Hattrick gemacht, oder?

Der Lebensraum des Managers ist nämlich allein das Büro. Dort hält sich der Manager gern eine Assistentin oder wahlweise einen Geschäftsführer als Haustier, das ihm auf Schritt und Tritt folgt und auf seine Kommandos hört. Der Manager ernährt sich übrigens hauptsächlich von Kaffee und Bürokeksen.

Meistens trägt der Manager einen feinen Anzug (auch "Wrack" genannt); denn der Anzug ist das Zeichen für Anstand und Wohlstand, und somit die Gegendarbietung zur menschlichen Rasse.

Die Vermehrung von Managern findet allerdings ausschließlich in Garderobenschränken statt. Da wäre natürlich die oben genannte Assistentin gegenüber dem Geschäftsführer für mich jedenfalls die bessere Alternative.

Kontakt zu unteren Ebenen der Gesellschaft haben sie Manager hingegen ausschließlich nur in Freudenhäusern.

 

In der Öffentlichkeit wird das Bild des Managers meist sehr verzerrt dargestellt. So sind oft Bilder von abgemagerten, schlecht gelaunten und völlig überarbeiteten Menschen mit hochroten Köpfen zu sehen, die kurz vor dem Herzinfarkt stehen. Spätestens dann, wenn er den Mund öffnet, kommt sein wahres Wesen zum Vorschein. Die Haut verfärbt sich, wird blau, und aus dem Mund kommen nur leere Sprechblasen.

Diese Sprechblasen sind meiste vollkommen sinnfrei oder sogar ganz leer.  Somit ist es mit der sprachlichen Kernkompetenz nicht so weit her. Das sieht dann jeder an den Presseerklärungen nach den jeweiligen Ligaspielen…

 

Oft ist auch die Arbeitsweise eines Managers äußerst umstritten; denn das Ziel seiner Arbeit  ist es sehr oft, den Verein möglichst tief in die Scheiße zu reiten. Das heißt perverse Unsummen Geld zu verbraten. Eine beliebte Methode sind höchst undurchsichtige, unsinnige und unsichere Transfer-Geschäfte.

Nur gut, dass die HT-Manager kein Gehalt beziehen oder bei Entlassung eine Abfindung kassieren und dann eben kein Geld in Millionenhöhe mitschleppen und bis an ihr Lebensende diese Kohle auf den Bahamas oder in Hawaii irgendwie ausgeben müssen.

 

Wenn ich das alles so lese, stehe ich wohl irgendwo dazwischen! Zwischen Helikopter und Büro…

Ich hoffe, ich schaffe noch diesen kleinen letzten Schritt vom „Helicopter Manager“ zu einem richtigen Manager; denn ich glaube, es tut meinem Verein besser, wenn ich ihn einfach mal etwas in Ruhe lasse…

Spitzenmanager zeichnen sich durch drei Charakteristiken aus: langsames Sprechen, eindrucksvolles Auftreten und völlige Humorlosigkeit.

(Johnson O`Connor)

 

Viele Grüße vom Schreibtisch Euer

joeniel

 

Hinweis:

Manager `Heli` ist frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeiten mit verstorbenen oder noch aktiven Hattrickusern oder Managern sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

 

 

 

Bitte Bewertung nicht vergessen

Noch keine Bewertungen vorhanden.
Bitte warten...
Dieser Artikel stammt von:

Joeniel
Joeniel

Hallo zusammen. Auch mit über 50 unterstütze ich Veithi bei seinem tollen Hattrick-Projekt HMC als Redakteur unter dem Pseudonym joeniel. Einmal im Monat könnt ihr hier bei HMC die Glosse lesen, in der alle wichtigen Themen schonungslos auf den Tisch kommen. Ich bin glücklich liiert und freue mich meines Lebens. Wohnhaft bin ich im schönen Ruhrgebiet und habe außer der Glosse keine weiteren Hobbys…Ich bin ja auch fast schon im Ruhestand!

Viele Grüße von Eurem joeniel

Schreibe einen Kommentar

Da das Kommentieren wahrscheinlich mit zu den unkomplizierteste Seite im Web gehört, wurden aus Sicherheitsgründen alle restlichen HTML Tags entfernt. Ihr könnt gerne Links/URL von andere Seiten, Links/URL von Bildern oder Links/URL von Youtubes Videos (nicht in HTML) einfügen die ich dann gerne anpassen werde.