Wenn jemand eine Reise tut

 

Urlaubszeit! Endlich. Ich bin die letzten Tage in Griechenland gewesen und habe mich mal so richtig erholt.

 

Jeder Arbeitnehmer hat natürlich einen Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Urlaubstagen. Das gilt natürlich auch für mich und meinen Chef Veithi. Er musste mir einfach laut unseres Arbeitsvertrages einige Urlaubstage gewähren.

 

In diesem Vertrag ist ein Grundurlaub festgeschrieben. Den kann man natürlich durch einen gelben Schein, den jeder bei seinem Hausarzt bekommt, verlängern.

 

Ansonsten wird der Urlaub in unseren heutigen Zeit auch als psychische Erkrankung angesehen. Vielen Urlaubern ist die Paranoia gemein, im Urlaub verreisen zu müssen. Das Unwohlsein in seiner angestammten Umgebung, treibt diese Menschen in den Wahn, während des Urlaubs im Ausland übernachten zu müssen. Hauptsache weg.

 

Der Auslöser dafür ist die Angst, vor irgendetwas weglaufen zu müssen. Ich denke, dass das auch der Grund ist, warum so viele Fußballspieler während der Urlaubszeit im Sommer den Verein wechseln.

 

In solchen Kreisen nennt man die Urlaubszeit dann fälschlicherweise Transferperiode.

 

Zur Zeit haben einfach ganz viele Spieler richtig Angst und wechseln fleißig vor sich hin. Vielleicht ist ihnen auch einfach nur die Hitze zu Kopf gestiegen. Obwohl man bei den Ablösesummen denken könnte, es sind die Vereinsverantwortlichen, denen da etwas zu Kopf gestiegen ist.

 

Leider ahnen die wechselwilligen Spieler nicht, dass der Urlaub eventuell ein paar Jahre (je nach unterschriebenem Vertrag) andauern könnte. In solchen Fällen spricht man in Fachkreisen von den sogenannten Bankurlaubern.

 

Ich denke da insbesondere an unseren WM-Helden Mario G. Der wechselt wohl von der roten auf die gelbe Urlaubsbank. In der Zwischenzeit machte er sogar noch auf einer französischen Bank einen kleinen Zwischenurlaub.

 

Für ganz viele Millionen darf er sich nun auf die gelbe Urlaubsbank legen und sich weiter entspannen.

 

Als Fußballspieler hat er aber den ganz großen Vorteil, dass ihm im Vertrag eine unbegrenzte Anzahl von Grundurlaubstagen gewährt wird.

 

Bleibt abzuwarten, welche Art von Bankurlaub der Mario so vor sich hat. Ist es eventuell ein Planurlaub? Dann nämlich ist das Reiseziel für die nächsten Jahre bereits vorbestimmt.

 

Oder ist es doch eher ein Spontanurlaub und der Mario nutzt einfach ein Last-Minute-Schnäppchen?

 

Es könnte aber auch in einem Kurzurlaub enden, wenn er sich auf der geleben Bank zu sehr gehen lässt und ihm ein anderer Reiseveranstalter, zum Beispiel aus Liverpool, ein besser dotiertes Reiseziel anbietet.

 

Dass es sich bei dem Begriff Fußballspieler um einen Beruf handelt, ist so also nicht ganz richtig. Schließlich hat Beruf etwas mit Arbeit zu tun und das trifft auf diese Menschen ja wohl nicht zu; denn neben den Bankurlauben, stehen diese Fußballspieler doch lediglich europaweit auf irgendwelchen Grünanlagen herum.

 

Bei unserem Beispiel Mario G. spricht man in Insiderkreisen bereits von dem sogenannten Gartenzwergmodell, da der Mario durch sein seltenes Rotzen auch der essentiellen Aufgabe des Rasensprengens nicht nachkommt. Er steht halt am liebsten vorne rum. Noch lieber liegt er natürlich wie bereits erwähnt auf der Urlaubsbank.

 

Trotzdem wird auch der Mario seinen Kindern viel erzählen können; denn

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.

Quelle: Urians Reise um die Welt

Als Reise bezeichnet man nämlich den längeren Fortgang einer oder mehrerer Personen an einen anderen Ort. Dies können andere Städte oder auch sogar Länder sein. Laut Definition wird so eine Reise oft dazu genutzt, unangenehmen Dingen aus dem Wege zu gehen oder einfach mal gar nichts zu tun.

 

Da gibt es natürlich von den Fußballurlaubern viel zu berichten; denn schließlich ist das Bankdrücken eine anerkannte Sportart. Wie geht das? und Was mache ich da? sind nur 2 Themenbereiche über die es viel zu erzählen gibt.

 

Trotz der anhaltenden Bankenkrise sind immer noch genügend Bänke da. Und das Bankdrücken funktioniert ganz einfach: Draufsetzen und darauf warten, dass der Schiedsrichter abpfeift und man wieder aufstehen kann.

 

Mit einem Satz sind also beide oben genannten Fragen beantwortet! Sitz man aber zu lange auf nur einer Stelle, kann es zum gefürchteten Bankensterben kommen. Da sollte jeder Fußballspieler beherrschen, damit nicht noch weitere qualitativ minderwertige Bänke aus Asien importiert werden müssen.

 

Aber da kommen dem Bankdrücker die Erfahrungen zu gute, die er in seiner Schulzeit sammeln konnte. Das Schulbankdrücken ist zwar nicht ganz so effektiv, bietet aber trotzdem genug Anreize aus dem gewonnenen Erfahrungsschatz zu profitieren.

 

Dabei sind zum Beispiel bereits benutzte Bankplätze wärmstens zu empfehlen.

 

 

 

Wenn einen Fußballspieler also das eine Reise erst auslösende oben genannte Reisefieber packt, ist nichts mehr zu machen.

 

Das Reisefieber wurde übrigens 1492 von Marco Polo entdeckt. Mit diesem Reisefieber gründete er ein bis heute großes und einflussreiches Unternehmen, das bei vielen Menschen permanente Reiselust erzeugt.

 

Oft wird das Reisefieber auch als Outsider-Syndrom bezeichnet, das insbesondere Fußballspieler befällt. Manche von ihnen sind unheilbar erkrankt und reisen in jeder Sommerpause woanders hin. Macht der entsprechende Reiseanbieter das richtige Angebot, sind sie weg.

 

Schade, dass das bei mir nicht so ist. Mein Reiseveranstalter ist da ganz anders. Der will mir nämlich kein Geld geben, sondern möchte es lieber von mir nehmen.

 

Da hat man es als Fußballurlauber schon etwas besser.

 

Natürlich gibt es unter den fußballspielenden Bankurlaubern auch einige Aktivurlauber. Die können nur leider nichts erzählen, da sie sich halt selterner auf solche Reisen begeben. Nur eine angebotene Luxusreise veranlasst sie zu einem solchem Urlaub. Und dann gilt auch bei ihnen, was beim Mario gilt:

 

„Wenn jemand eine Reise tut….“

 

 

 

Viele Urlaubsgrüße von Eurem

 

joeniel  😉

 

 

 

 

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Dieser Artikel stammt von:

Joeniel
Joeniel

Hallo zusammen. Auch mit über 50 unterstütze ich Veithi bei seinem tollen Hattrick-Projekt HMC als Redakteur unter dem Pseudonym joeniel. Einmal im Monat könnt ihr hier bei HMC die Glosse lesen, in der alle wichtigen Themen schonungslos auf den Tisch kommen. Ich bin glücklich liiert und freue mich meines Lebens. Wohnhaft bin ich im schönen Ruhrgebiet und habe außer der Glosse keine weiteren Hobbys…Ich bin ja auch fast schon im Ruhestand!

Viele Grüße von Eurem joeniel

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